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Proteinüberladung im Haar: Wie Sie sie erkennen und was Sie dagegen tun können

  • 7 min Lesezeit
Proteïne overload in je haar: hoe herken je het en wat doe je eraan?

Protein kann (buchstäblich) Ihr Haar stärken oder schädigen. Es ist ein echter Wendepunkt in Haircare. Es macht das Haar kräftiger, unterstützt die Reparatur und verleiht geschädigtem Haar wieder Struktur. Doch wie bei skincare gilt auch hier: Mehr ist nicht immer besser. Zu viel Protein kann das Haar aus dem Gleichgewicht bringen – das nennt man Proteinüberladung.

In diesem Blog erklären wir Ihnen Schritt für Schritt, was Proteinüberladung ist, wie sie entsteht, wie Sie sie erkennen und vor allem: wie Sie Ihr Haar wieder gesund pflegen!

Was ist Proteinüberladung?

Proteinüberladung bedeutet, dass sich in Ihrem Haar durch Haarprodukte zu viel Protein angesammelt hat. Viele Repair- und Strengthening-Produkte enthalten Inhaltsstoffe wie Keratin, Weizenprotein oder Seidenprotein, die (beschädigtes) Haar stärken und reparieren. Wenn Ihr Haar davon aber zu oft oder zu viel bekommt, kann die Haarqualität aus dem Gleichgewicht geraten.


Bei zu viel Protein wirkt das Haar oft strohig, trocken und weniger geschmeidig. Es fühlt sich an, als ob die „Flexibilität“ Ihres Haares nachlässt, wodurch es härter wirkt und weniger schön fällt. Das kann Sie dazu verleiten, noch mehr reparierende Produkte zu verwenden, was jedoch kontraproduktiv ist.

Was bewirkt zu viel Protein im Haar?

Zu viel Protein kann das Haar strohig, trocken, matt und brüchig machen. Es fühlt sich weniger geschmeidig an und bricht beim Kämmen, Waschen oder Stylen schneller. Meist fehlt dem Haar dann vor allem Feuchtigkeit.

Das Problem ist: Proteinüberladung kann sich so anfühlen, als ob Ihr Haar noch mehr Pflege braucht. Die Spitzen wirken trocken, das Haar fällt nicht schön und wirkt weniger glänzend. Verständlich, dass man dann zu einer Repair-Maske greift. Genau das braucht Ihr Haar in dem Moment aber oft nicht.

Denken Sie an ein Gummiband: Stärke ist gut, doch ohne Dehnbarkeit reißt es schneller. Ihr Haar benötigt also nicht nur Kraft, sondern auch Flexibilität. Für diese sorgt vor allem genügend Feuchtigkeit und Pflege, die das Haar geschmeidig hält.

Fühlt sich Ihr Haar nach einer reparierenden Maske nicht geschmeidiger, sondern härter an? Das ist ein Warnsignal. Nicht alles entsorgen, sondern die Routine besser auf die Basics zurückführen.

In welchen Haarprodukten ist Protein enthalten?

Proteine finden sich oft in Produkten mit Begriffen wie Repair, Restore, Strength, Bond, Keratin oder Reconstruct. Es ist enthalten in Shampoos, Conditionern, Masken, Leave-ins, Curl-Creams und einigen Stylingprodukten. prüfen Sie also nicht nur Ihre Maske, sondern Ihre gesamte Routine.

Protein steht nicht immer groß auf der Vorderseite. Manchmal wirkt ein Produkt hauptsächlich pflegend oder feuchtigkeitsspendend, enthält aber dennoch Proteine in der Zutatenliste. Das ist nicht schlimm, solange Ihr Haar es gutverträgt.

Achten Sie auf diese Bezeichnungen auf dem Etikett:

  • Keratine oder hydrolysiertes Keratin

  • Weizenprotein oder hydrolysiertes Weizenprotein

  • Silk protein oder Silk Aminosäuren

  • Soya Protein

  • Collagen

  • Aminosäuren

  • QuInoa Protein

  • Reisprotein

  • Milchprotein

Tipp: Legen Sie all Ihre Haarprodukte nebeneinander. Sehen Sie auf fast jeder Verpackung Begriffe wie Repair, Strength oder Keratin? Dann ist Vorsicht geboten. Sie müssen nicht sofort alle Produkte entsorgen, aber Ihr Haar braucht vermutlich mehr Abwechslung.

Ist zu viel Protein schädlich für das Haar?

Zu viel Protein ist nicht sofort ein Problem, kann aber das Haar aus dem Gleichgewicht bringen. Es fühlt sich trocken, strohig und brüchig an. Meistens ist das vorübergehend und lässt sich mit einer milderen Pflege wieder ausgleichen.

Nein, Ihr Haar ist nicht „beschädigt“, nur weil Sie eine Proteinmaske zu oft benutzt haben. Meist ist es nur ein Zeichen, dass Ihr Haar andere Pflege benötigt.

Bricht Ihr Haar extrem, verlieren Sie viel mehr als sonst oder ist die Kopfhaut gereizt? Dann können weitere Ursachen vorliegen wie Hitzeschäden, Colorationen, Stress, Ernährung oder Kopfhautprobleme. In diesem Fall ist die Beratung durch Friseur oder Arzt ratsam.

Wie entsteht Proteinüberladung?

Proteinüberladung entsteht meist dadurch, dass zu oft stärkende Produkte verwendet werden, ohne ausreichend feuchtigkeitsspendende Pflege dazwischen. Besonders geschädigtes, blondiertes, poröses oder lockiges Haar erhält oft mehrere Reparaturschritte hintereinander.

Und ehrlich? Das ist verständlich. Wenn das Haar trocken oder brüchig ist, möchte man es reparieren. Also verwendet man Repair-Shampoo, danach eine stärkende Spülung, dann eine Keratinmaske und anschließend noch ein Leave-in mit Aminosäuren. Man meint es gut, aber das Haar bekommt immer dieselbe Art von Unterstützung.

Diese Situationen können eine Rolle spielen:

  • Sie verwenden häufig eine Proteinmaske

  • Sie waschen mit Repair Shampoo und Repair Conditioner

  • Nach jeder Wäsche benutzen Sie ein Leave-in mit Keratin

  • Ihr Haar hat eine niedrige PoroSität und nimmt Pflege nur langsam auf

  • Sie verwenden viele Stylingprodukte, die Rückstände hinterlassen

  • Sie wechseln wenig zwischen feuchtigkeitsspendenden Produkten

  • Sie benutzen oft Hitze bei bereits strohigem Haar

Es geht also nicht um ein „falsches“ Produkt, sondern um die Kombination. Ihr Haar braucht manchmal Kraft, manchmal Feuchtigkeit und manchmal einfach Ruhe.

Wie erkennen Sie Proteinüberladung?

Proteinüberladung zeigt sich durch hartes, strohiges, mattes und brüchiges Haar. Es ist wenig dehnbar und bricht schneller. Häufig wird das Haar nach Repair-Produkten nicht weicher, sondern härter.

Prüfen Sie: Fühlt sich das Haar etwas strohig an? Als ob es nicht mehr schön biegsam ist, sondern eher bricht? Dann kann eine hohe Proteinzufuhr eine Rolle spielen. Besonders, wenn Sie in den letzten Wochen viele reparierende Produkte genutzt haben.

Sie können auch Ihr nasses Haar untersuchen. Nehmen Sie eine einzelne Strähne und ziehen Sie leicht daran. Gesundes Haar dehnt sich etwas und springt zurück. Reißt es sofort, ist das Haar zu trocken oder strohig. Dehnt es sich stark, wirkt aber schlaff oder gummiartig, braucht das Haar eher Protein.

Warum braucht Ihr Haar Protein?

Protein stärkt das Haar, verleiht Elastizität und Struktur. Besonders geschädigtes Haar profitiert von Proteinen, da sie schwache Stellen temporär unterstützen. Ohne genügend Protein fühlt sich Haar schlaff, empfindlich und brüchig an.

Protein ist also kein Feind. Ganz im Gegenteil. Es ist ein wertvoller Inhaltsstoff, wenn Ihr Haar Kraft benötigt. Denken Sie an haar, das häufig blondiert, oft mit Hitze gestylt oder empfindlich ist. In solchen Fällen hilft Protein, das Haar kräftiger und voluminöser wirken zu lassen.

Doch Haar lebt nicht nur von Kraft. Es braucht auch Geschmeidigkeit. Feuchtigkeitspflege macht das Haar geschmeidiger, glatter und leichter kämmbar. Protein sorgt vor allem für Stärke.

Was tun bei Proteinüberladung im Haar?

Leeren Sie nicht sofort Ihren gesamten Badezimmerschrank. Das ist nicht nötig. Stellen Sie Produkte mit starkem Repair- oder Strength-Effekt vorübergehend beiseite. Sehen Sie es als Reset-Woche für Ihr Haar.

So gehen Sie es langsam an:

  1. Pause von proteinreichen Produkten
    Verzichten Sie vorübergehend auf Keratinmasken, stärkende Leave-ins oder schwere Repair-Cream. Prüfen Sie auch Shampoo und Conditioner.

  2. Waschen Sie Ihr Haar mild
    Bei viel Styling oder Masken kann ein tiefenreinigendes Shampoo helfen, Produktreste zu entfernen. Doch nicht zu oft, da dies das Haar austrocknen kann.

  3. Wählen Sie Feuchtigkeitspflege
    Setzen Sie auf Begriffe wie Moisture, Hydrating, Softening oder Nourishing. Prüfen Sie stets die Zutatenliste, damit Sie nicht versehentlich wieder ein proteinreiches Produkt nehmen.

  4. Vermeiden Sie Hitze, wo es geht
    Glätteisen, Lockenstab und heißer Föhn machen strohiges Haar empfindlicher. Trocknen Sie lieber an der Luft oder bei niedriger Temperatur. Verwenden Sie immer einen Hitzeschutz, wenn Hitze unvermeidbar ist.

  5. Schneiden Sie gespaltene Spitzen nach
    Ein Produkt kann die Spitzen glatter wirken lassen, gespaltene Spitzen kleben Sie damit aber nicht zusammen. Manchmal ist ein kleiner Schnitt die beste Wahl für Ihr Haar.

Protein ist also nicht schädlich. Es ist sehr nützlich, solange das Haar es benötigt. Wird das Haar jedoch strohig, hart und brüchig, sollten Sie eine Pause einlegen. Erst Feuchtigkeit, dann wieder stärken. So helfen Sie Ihrem Haar, nach einer Proteinüberladung ruhig ins Gleichgewicht zurückzufinden.

 

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